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EU startet Blockchain-Observatorium und Forum, um Wirtschaft um Blockchain zu "vereinigen"

Die EU setzt sich für die Blockchain-Technologie ein - die Europäische Kommission startet das Blockchain Observatory.

Die Europäische Kommission hat heute in einer Pressemitteilung den Start des EU-Blockchain-Observatoriums und -Forums angekündigt, das einen großen Schritt vorwärts macht, um die Wirtschaft rund um Blockchain zu "vereinigen". Das Projekt wird verschiedene Sektoren, darunter Regulierungsbehörden, Industrieexperten und Politiker, zusammenbringen, um neue Anwendungsfälle zu entwickeln. Die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Ivanova Gabriel, wurde in der offiziellen Pressemitteilung zitiert, dass das Projekt "eines der weltweit umfassendsten Repositories für Blockchain-Erfahrung und -Kompetenz" werden würde. "

Die Blockchain-Technologien werden von der Kommission aufgrund der hohen Rückverfolgbarkeit und Sicherheit bei Online-Transaktionen als wichtiger Durchbruch angesehen. Laut der Pressemitteilung erwartet die Kommission, dass Blockchain Auswirkungen auf eine breite Palette digitaler Dienste hat und Geschäftsmodelle in Bereichen wie Gesundheitswesen, Versicherungen, Finanzen, Energie, Logistik, Verwaltung von Rechten an geistigem Eigentum und staatlichen Dienstleistungen transformiert. Sie prognostiziert, dass bis 2020 340 Mio. EUR (über 420 Mio. USD) für Projekte bereitgestellt werden, die auf Blockchain-Technologien basieren.

Viele europäische Innovatoren und Unternehmer bieten bereits Blockchain-basierte Lösungen an. Wichtige Akteure aus traditionellen Sektoren wie Banken, Versicherungen, Börsen sind an Pilotprojekten beteiligt. Außerdem haben viele EU-Mitgliedstaaten Initiativen angekündigt, um den Einsatz der Blockchain-Technologie zu verstärken. Die niederländische Zentralbank beispielsweise arbeitet seit 2015 an vier auf Blockchain basierenden Projekten (ihr Ziel ist es nicht, eine Kryptowährung einzuführen, sondern die Technologie besser zu verstehen).

Für die Zukunft möchte die Europäische Kommission auf den bestehenden Initiativen aufbauen und sicherstellen, dass sie grenzüberschreitend arbeiten können. ConsenSys, ein globaler Blockchain-Player, der in Europa gut etabliert ist, wurde nach einer Ausschreibung, die im vergangenen Jahr gestartet wurde, als Partner für die Unterstützung der Beobachtungsstelle ausgewählt. Ein Vertrag wurde am 29. Januar unterzeichnet.

In der Zwischenzeit bleiben die europäischen Vollzugsbehörden wachsam. Da Kryptowährungen manchmal zur Finanzierung krimineller Aktivitäten einschließlich Terrorismus eingesetzt werden, hat Europol sein Engagement bekräftigt, die Koordinierung zwischen den EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus zu verstärken, um wirksam auf diese wachsende Bedrohung zu reagieren.